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31.08.10

Achtung Zinsfallen!


(nth) Sparer sollten regelmäßig ihre Verzinsungen kontrollieren, da viele Banken die ohnehin niedrigen Zinsen einfach senken, ohne ihre Kunden direkt zu informieren.

Unbemerkte Zinssenkungen

Bei Sparbüchern und anderen Sparanlagen sowie Tagesgeldkonten haben die Banken mit ihren Kunden bei der Kontoeröffnung in der Regel flexible Verzinsungen vereinbart. Somit können die Banken sie jederzeit verändern. In 2009 gingen die Zinsen kontinuierlich nach unten, aber die Kunden haben in den allermeisten Fällen davon nichts mitbekommen. Sie müssten schon danach fragen, den Preisaushang in der Bankfiliale lesen oder im Internet nachsehen. Die Ausnahme bildet die ING Diba, die ihre Kunden bei Zinsänderungen direkt anschreibt.

Vom Schnäppchen zur Zinsfalle

Bei der Einführung gelten einige Angebote noch als Schnäppchen. Wenn dann aber kräftige Zinssenkungen vorgenommen wurden, verschlechtern sie sich enorm. Von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen werden aus diesem Grunde auch die drastisch zurückgeschraubten Zinsen für das Doppelzins-Sparbuch der einstigen Citibank, jetzt Targobank, kritisiert. Aus der anfangs recht attraktiven Anlage wurde ein Zinsflop. Der Basiszins wurde innerhalb weniger Monate von 1,6 auf 0,55 Prozent gesenkt, bei Beträgen über 50.000 Euro sogar auf 0,25 Prozent!

Kontrolle ist wichtig

Anleger sollten mindestens in vierteljährlichen Abständen die Konditionen ihrer Sparanlagen und Tagesgeldkonten überprüfen und dann gegebenenfalls kündigen. Bei großen Anbietern wie beispielsweise der Postbank kann man oft im gleichen Hause auf ein besser verzinstes Produkt umsteigen.

Quelle: Finanztest, Ausgabe: August 2010


 

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