Home » News » Newsdetails
09.08.10

Medaillen als Geldanlage ungeeignet


(mth) Ob nun Fußball-WM, Olympia, Gedenktag oder Jubiläum, ständig werden neue Medaillen für Sammler auf den Markt gebracht. Oftmals werden sie als „streng limitiert“, „Sonderprägung“ oder „mit Echtheitszertifikat“ angeboten. Das soll den Käufern zeigen, dass sie sich damit eine wertvolle Sammlung aufbauen können.

Materialwert geringer als Kaufpreis

Die Enttäuschung ist dabei vorprogrammiert: „Wer auf Wertsteigerungen einer Medaille spekuliert, wird meist enttäuscht, weil ihm oft nur der reine Materialwert bleibt“, warnt Tanja Beller, Pressesprecherin beim Bundesverband deutscher Banken. Der Materialwert ist außerdem fast immer geringer als der Kaufpreis, auch dann, wenn die Medaille aus Silber oder Gold hergestellt ist.

Liebhaber zahlen mehr

„Für moderne Medaillen aus der heutigen Zeit gibt es keinen funktionierenden Markt“, warnt die Expertin. Nur äußerst selten findet sich ein Liebhaber, der einen höheren Preis für eine Sammlung zahlen würde. Wirkliche Werte lassen sich nur über Münzen sammeln. Den Unterschied erklärt Tanja Beller: „Münzen sind ein vom jeweiligen Staat herausgegebenes, gesetzliches Zahlungsmittel mit einem offiziell festgelegten Wert. Medaillen hingegen dürfen von jedermann hergestellt werden.“

Für den Spaß am Sammeln sind Medaillen also geeignet, aber als Geldanlage sind sie völlig ungeeignet.

Quelle: Aktiv Wirtschaftszeitung vom 31.07.2010


 

Newsletter

Bleiben Sie mit unserem ständig aktualisierten Newsletter immer bequem auf dem Laufenden.