Starker Anstieg bei Verbraucherinsolvenzen
(nth) Mal wieder eine traurige Statistik: Die Anzahl der Bürger, denen das Geld ausgeht und die insolvent sind, ist seit dem letzten Jahr stark angestiegen. Dagegen fiel bei den Unternehmen der Zuwachs deutlich geringer aus.
Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt stark an
Bei den Verbraucherinsolvenzen in Deutschland zeigte sich im Frühsommer wieder eine starke Verschärfung. Die Zahl der Pleiten von Privatpersonen stieg im Mai um 14,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. 8552 Verbraucher gingen in die Insolvenz. Im April hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat 6,4 Prozent betragen. Insgesamt jedoch war mit 8779 Fällen die Gesamtzahl der Pleiten von Privatpersonen damals etwas höher gewesen.
Zahl der Unternehmenspleiten steigt ebenfalls an
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Mai war mit insgesamt 2692 Fällen rund 1,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im April hatte es noch 6,2 Prozent weniger Firmenpleiten als im Vorjahr gegeben, wie die Statistiker mitteilten. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl von Insolvenzen im Mai auf 13 477 Fälle und lag um 7,7 Prozent höher als Vorjahr.
In den Monaten Januar bis Mai 2010 wurden 13 716 Insolvenzen von Unternehmen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent mehr als in den ersten fünf Monaten des Vorjahrs. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für Mai 2010 auf 3,5 Milliarden Euro. Vor einem Jahr lag die Zahl noch bei 6,7 Milliarden Euro.
Quelle: Focus Money online vom 11.08.2010
